Freitag, 3. Juni 2016

eine Welle.


Alle suchen sich selbst. Ich mich natürlich auch. Irgendwie paradox. Ich bin doch direkt hier. Was such ich bloß. Und was glaube ich zu finden? Bin ich denn überhaupt jemals gleich oder jede Sekunde eine andere? Ich glaube vielleicht buddele ich mich eher aus. Wie ein Archäologe lege ich immer neue Teile frei. Oder ich philosophiere mich mir selbst zurecht. Der Schmerz den ich so viele Jahre versucht habe aus meinem Körper zu verdrängen ist immer noch da. Er sollte einfach gehen, ich habe geschubst und geschoben aber ich hatte keine Kraft. Jetzt ist er hier zuhause. Er wohnt in mir. Ich habe ihm ein gemütliches Bett gemacht. Manchmal leg ich mich dazu. Dann geh ich wieder. Jetzt wo wir uns nicht mehr schubsen ist es ruhiger geworden. Statt mich umzureißen tippt er mir nun leicht auf die Schulter und bittet mich zu sich. Dann bleib ich eine Weile bei Ihm in seinem Höhlen Bett. Wir erzählen uns Geschichten. Irgendwann schläft er ein. Früher war ich eckig und kantig. Heute bin ich mehr eine Welle. Eine riesige große dunkle Welle, ohne Schaum, ganz weich.

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Brennend laufen.

Feuer im Bauch. Feuer vom Scheitel bis in die Zehenspitzen. Heute Morgen, die Sonne schien, Hitze drinnen, Hitze drauße...