Niemand kann sagen was wichtig ist. Wichtig hängt von mir ab. Wichtig hängt von dem ab der mir gegenüber sitzt, der mir gestern gegenüber sass und der mir morgen gegenüber sitzt. Wichtig hängt davon ab was ich höre, sehe, fühle und was mein Herz, Geist und Hirn damit macht. Wichtig hängt von einer ganzen Menge ab. Wie könnte ich mir da anmassen zu wissen was heute wirklich wichtig ist. Ich habe aber ein Gefühl, und das ist wichtig. Ein Hafenarbeiter hat ein mal gesagt: „Mach mal wie du meinst aber fall den anderen nicht auf den Sack, dann kommen wir gut miteinander längs.“ Solange ich mit meinen Wichtigkeiten und meinen Prioritäten die anderen nicht einschränke oder verletze so sind sie völlig in Ordnung. Aber diese Annahme alleine könnte auch zu völliger Isolation führen. Menschen sind aber nunmal soziale Wesen, nur im Dialog mit anderen können wir uns erkennen. Lassen wir uns in diesem Dialog auch noch wirklich auf die anderen ein und auf die Dinge die Ihnen wichtig sind dann kann sich unser Horizont erweitern und unser Leben wird bereichert! Die Angst die heute an jeder Straßenecke zu finden ist, vor Zukunft, Flüchtlingen und Arbeitslosigkeit ist die Angst der individualisierten Isolation und Unwissenheit. Jeder scheint sich selbst am nächsten und man glaubt nicht mehr an das verlassen und bauen auf andere. Die Welt muss ein bisschen näher zusammenrücken, ein bisschen besser zuhören und hinsehen. Wir müssen uns alle mehr einlassen aufs Leben. Mit offenen Augen, Armen, Händen und vor allem Herzen voranschreiten. Was man bloß alles mit weit offenen Händen großartiges auffangen kann. Die Welt steckt voller Wunder, auch wenn die Entzauberung der selben so rasend schnell voranzuschreiten scheint. Verschliessen wir nicht die Augen vor dem Wunder. Empfangen wir es, nehmen es hin. Seien wir offen für neues. Wir können nicht stehen bleiben. Wie lähmend kann in einer sich ewig bewegenden Welt die Angst vor Veränderung sein?!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen