Was möchte ich eigentlich? Wer bin ich? Wer will ich sein? Bin ich? Es gibt keine fertige Form meiner selbst oder von irgendwem. Ich bin in einem endlosen werden einbegriffen. Jede Sekunde werde ich. Ich kann nie fertig sein. Der Mensch ist kein Nomen, er ist ein Verb. Ich bin was ich tue. Ich bin was ich denke. In meinem werden bin ich auch nicht punktuell. Als Linie fliesse ich durchs Leben. Zwischen gestern und morgen dehnt sich meine Gegenwart aus. Ich verknote mich mit meinen Mitmenschen, Orten, Gedanken und Erinnerungen. Tausend Knoten die mich in meinem werden ausmachen. Niemand wird auf die selbe Art wie ich. Niemand hat die gleichen Knoten geknotet. Nur ich. Es gibt kein endliches Ziel auf das ich akribisch hinarbeiten muss. Attentionell stelle ich mich der Welt. Nehme auf und reagiere. Eine Korrespondenz zwischen mir und dem was mich umgibt. Ohne meine Umwelt und ohne die Menschen denen ich Begegne kann ich nicht sein, kann ich nicht werden und nichts wahrnehmen. Gewohnheiten, und Marotten halten mich von meiner Attentionalität ab. Ich verschliesse ich mich gegenüber meiner Umwelt und ihren Reizen, wie eine Auster, ich ignoriere sie und steuere zwanghaft auf mein Ziel zu, statt mich darauf einzulassen und zu navigieren. Das Leben ist wie ein unendliches wunderliches Meer. Ich sitze auf meinem Segelboot und egal wo ich hin will, den Wind und die Wellen kann ich doch nicht ignorieren. Attentionalität schliesst nicht aus, dass ich eine persönliche Vorstellung vom guten Leben, dem was ich tun will habe. Aber es schliesst aus, dass ich mich auf einem Weg verbeisse, der nicht mein eigener ist.
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